Donnerstag, 24. Dezember 2009
3667 Kilometer, Sonne, Ruinen und mehr...
Das beschreibt dann auch schon ganz gut wie meine letzten 10 Tage so aussahen. Wie ich ja gesagt habe war ich auf einer kleinen Reise in den Süden unterwegs. Mit meinem Gastbruder Horacio, meiner Kollegin Susy und später dann noch mit einem Freund Horacios, Salvador aka "Chavo", aber dazu später mehr.

1 Tag.
Morgens früh zum Airport, wo unser Leihwagen auf uns wartete. Nach dem wir dann erst zum falschen Terminal gelotst wurden und somit wieder eine halbe Stunde später ankamen konnte es dann losgehen. Aber nach 3, 4 Kilometern war dann auch schon wieder Schluss. Ein Verkehrspolizist hielt uns an und teilte uns mit das wir falsch abgebogen wären und jetzt eine Strafe zahlen müssten und zudem der Führerschein von Horacio für 3 Tage eingezogen wird... Auf die Nachfrage warum den nicht auch die anderen 12312861654 Fahrzeuge, die mit uns abgebogen waren angehalten wurden wusste der Polizist auch keine Antwort. Nachdem man dann die obligatorische Frage nach dem "ob man das nich auch anders regeln kann" stellt, nannte er uns die Summe von 400 Pesos. Diese wurden dann schnell und versteckt in übergeben und dannach konnte es weitergehen... Man sagt das die Polizisten in Mexico die grössten Halsabschneider sind (sprichwörtlich wie figurativ) und man besser IMMER alles alleine regelt... Naja, soweit ich das bisher kenne stimmts.
Dannach ging es in circa 4 Stunden nach Veracruz an den Golf von Mexico. Da es eine wichtige Stadt für die Ölindustrie ist ist sie nicht besonders schön, soll aber einer der verücktesten Orte während des Karneval seihen. Hier haben wir dann noch schnell eine altes Fort besucht und dann am Abend noch mit einer Freundin von Horacio in einer Bar ein Bier getrunken.

2. Tag
Morgens zum Frühstück in das Gran Café und eine hiesige Spezialität geniessen, "Lechero", also Milchkaffee. Das besondere ist, abgesehen vom Geschmack das man nur mit seinem Löffel an das leere Glas schlagen muss und sofort der ein oder andere Kellner mit riesen Milchkanne und Kaffeekonzentrat angerannt kommt um alles wieder aufzufüllen. Danach gings dann in ein, für mich, eher weniger spektakuleres Aquarium, das ausser gelangweilten Delfinen und im Kreis schwimmenden Haien nicht soooo viel zu bieten hatte.
Dannach gings wieder ins Auto und auf eine recht ermüdende Fahrt Richtung Villahermosa, wo wir auf dem Weg nur einmal kurz in Catemaco anhielten um sehr guten Fisch zuessen und Fotos von dem See zu machen. Zudem wurde das ganze auch noch eine Stunde durch sogenannte "Campesinos" aufgehalten. Das sind Bauarbeiter die sich mit Macheten, Hämmer, etc. bewaffnen und kurzerhand an einer Strasse Zölle erheben um ein bisschen mehr Geld zu verdienen. Im Gegensatz zur Polizei aber sehr human mit 10 peses, alos 50 Cents... Am Abend kamen wir dann so gegen 10 am Haus von Horacios (und meiner;-)) Tante an. Diese hatten uns freundlicherweise für die Nacht aufgenommen.

3.Tag
Am Morgen gings in den Tierpark "Yumka", relativ interessant und gross, auch wenn Elefanten und Giraffen i wie Fehl am Platz wirken... Dannach dann nahc Palenque, unserer ersten Mayastadt auf der Reise. Palenque ist mit Abstand einer der beindruckensten Orte die ich je gesehen habe. Mitten im Urwald, unter den Schreien von Brüllaffen erheben sich riesigen Tempel und Pyramiden und bis heute ist noch nicht alles ausgegraben, gefunden geschweige den restauriert worden. Die Gebäude strahlen im Licht, da sie aus weissen Steinen errichtet wurden und da wir leider nur 2 Stunden vor Ort hatten konnten wir uns nur die wichtigsten Gebäude angucken. Sehr beindruckend, fahrt hin;-)
Den Abend liessen wir dann mit einem Bad im Hotelpool und hervorragendem Fisch ausklingen.

4. Tag
Früh Morgens weiter in den Süden zu den Wasserfällen von Misul-Ha und Agua Azul. Zweiter Name trifft den Nagel auch auf den Kopf, Azur blaues wasser das mehrere kaskaden hinuterstürzt. Wunderschön, aber leider kann man wegen gefährlicher Strömungen nicht schwimmen. Zudem liegt der Wasserfall im Terretorim der Zapatisten, einer anarchisch-linken Grupierung die im mexikanischen Dschungel wohnt und ab und an Städte überfallen/befreien. Auch die müssen ja Geld verdienen und somit gibts auch hier mal wieder Strassensperren, nur diesmal mit Kalaschnikows und Plakaten von Che und Fidel...
Nach den Wasserfälle gings dann nach Chetumal, wo wir fix und alle nach 6 Stunden ankamen.

Selbiges bin ich jetzt auch, es ist nämlich schon der 24., kurz nach 12. Ich geh jetzt ins Bett und werd die restlichen Tage natürlcih noch nachreichen...

FROHE WEIHNACHTEN, LASST EUCH ALLE REICH BESCHENKEN; FEIERT SCHÖN,

FELIZ NAVIDAD

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